„DIE WISSENSCHAFTLICHE DATENLAGE IST EINDEUTIG: SOJA BESITZT EINE REIHE GESUNDHEITLICHER VORTEILE“

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Phytoöstrogene

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Phytoöstrogene sind sekundäre Pflanzenstoffe, zu denen auch die in Soja enthaltenen Isoflavone gehören. Sie sind aber im chemischen Sinne keine Östrogene (weibliche Sexualhormone). Sie besitzen lediglich eine ähnliche Struktur wie diese.

Unbegründete Verunsicherung bei Brustkrebs-Patientinnen

Lange Zeit herrschte bei Frauen mit diagnostiziertem Brustkrebs Verunsicherung in Bezug auf diese Phytoöstrogene in Soja. Frühere Tierstudien deuteten darauf hin, dass Soja in diesem Fall das Zellwachstum anregen könnte. Ursprünglich nahm man nämlich an, dass Isoflavone durch ihre östrogenähnliche Wirkung die körpereigenen Östrogenspiegel ansteigen und damit Krebszellen wachsen lassen.

Soja-Isoflavone sind umfangreich erforscht

Die schützende Wirkung der Soja-Isoflavone wurde mittlerweile in großen und guten Studien belegt. Etwa in zwei sogenannten Meta-Analysen. Im Zuge dieser hat man die Daten aus 11.000 bzw. 6.300 Brustkrebspatientinnen aus den USA und Kanada bzw. China analysiert und bewertet. Das Ergebnis: Sojakonsum verringerte die Häufigkeit von Brustkrebs-Rezidiven, das heißt von neuerlichem Auftreten bei Patientinnen. Mehr noch: Sojakonsum erhöhte eindeutig die Überlebensrate bei Brustkrebspatientinnen.

Phytoöstrogene aus Soja schützen vor Brustkrebs-Rezidiven

Heute weiß man jedoch, dass praktisch das Gegenteil passiert. Soja-Isoflavone wirken im Körper als sogenannte „selektive Östrogen-Rezeptor-Modulatoren“ (Phyto-SERMs) und schützen vor überschießenden Effekten des körpereigenen Östrogens. Dieses leitet nämlich ein Wachstumssignal an die Zellen, und die Zellteilung beschleunigt sich. Je öfter sich Zellen teilen, desto höher ist aber auch das Risiko, dass bei einem dieser Teilungsvorgänge eine Zelle entartet, also Krebs entstehen kann.

Soja-Isoflavone docken an bestimmten Bindungsstellen an und blockieren diese somit für Östrogen. Auf diese Weise können Soja-Isoflavone die Zellteilung verlangsamen. Deshalb stellte auch das Amerikanische Institut für Krebsforschung eindeutig klar, dass Sojaprodukte für Krebspatientinnen sicher sind und ohne Bedenken genossen werden dürfen.

Schon gewusst?

Meta-Analyse

In einer Meta-Analyse sammeln Forscher die Daten aus vielen Einzelstudien. Diese werten sie dann in Summe statistisch aus. Das ermöglicht die Zusammenfassung von verschiedenen Einzeluntersuchungen zu einem Forschungsgebiet. Damit kann untersucht werden, ob tatsächlich ein Effekt vorliegt und wie bedeutend dieser ist. Sie besitzen besonders hohe Qualität und Aussagekraft.

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Gesundheitsförderliche Wirkungen von Soja-Isoflavonen

Die sojatypischen Isoflavone haben darüber hinaus noch viele weitere positive Wirkungen auf die Gesundheit:

  • lindern Hitzewallungen während der Wechseljahre der Frau
  • senken das Osteoporose-Risiko und erhöhen die Knochendichte, vor allem bei Frauen nach den Wechseljahren
  • beugen Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor
  • verringern den Blutdruck bei Bluthochdruckpatienten