Das war die 1. Wiener Soja-Genuss-Messe 2022

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Erste Wiener Soja-Genuss-Messe war ein voller Erfolg

Bei der 1. Wiener Soja-Genuss-Messe am 12.7. 2022 im Volkskundemuseum Wien konnten sich die zahlreichen Besucherinnen und Besucher über die Vielfalt österreichischer Sojabohnen informieren und diese auch gleich verkosten. 24 Ausstellerinnen und Aussteller aus Wien, Niederösterreich, Oberösterreich und dem Burgenland präsentierten eine erstaunliche Vielzahl an Produkten: fermentierte Erzeugnisse wie Sojasoße, Miso, Tempeh oder Natto waren genauso dabei wie verschiedene Tofusorten, Pflanzendrinks und Desserts, Aufstriche, Knabbereien, innovative Texturate, Fertiggerichte aus dem Glas oder etwa Edamame, die beliebten grünen Sojabohnen.

„Mit ihrem kulinarischen Potential übertrifft die Sojabohne alle anderen Eiweißpflanzen.

Zahlreiche heimische Verarbeiterinnen und Verarbeiter – vom kreativen StartUp bis zum weltweit tätigen KMU – haben sich diesem besonderen Rohstoff verschrieben und es werden immer mehr“, so Karl Fischer, Obmann des Vereins Soja aus Österreich in seinen Begrüßungsworten

Die ersten Schritte der heimischen Verarbeitungsbetriebe liegen bis zu 30 Jahre zurück. Damals haben einzelne Pionierinnen und Pioniere den Sprung in das kalte Wasser gewagt und mit der Produktion von Tofu (Fa. Sojarei aus Traiskirchen, Fa. Evergreen aus Oeynhausen), von Drinks und Desserts (Fa. Mona aus Oberwart), von Mehlen (Soy Austria aus Prinzersdorf) oder Soja-Knabbereien (Fa. Landgarten, Bruck an der Leitha) begonnen. Nicht selten sind sie belächelt worden. Heute liegen Lebensmittel aus Sojabohnen voll im Trend und es gibt eine steigende Nachfrage, die zunehmend von heimischen Betrieben bedient wird.

Spitzenköche und mutige Kreative treiben die Entwicklung neuer Sojaprodukte voran

Manchmal stehen renommierte Spitzenköche hinter der Entwicklung eines neuen Produkts, wie etwa Lukas Nagl beim Projekt „LUVI-Fermente“ mit Sojasauce und Miso vom Traunsee oder Roland Trettl bei der Sojasauce von Schnapsbrenner Hans Reisetbauer aus Axberg. Ein anderes Mal sind es mutige Neugründungen mitten in der Stadt wie jene von Sirkka Hammer von „Wiener Miso“ in Meidling. Oder es sind Initiativen wie Ulla Wittmanns „Manufaba“ in Frauenkirchen, bei der die auf den eigenen Feldern gezogenen Sojabohnen zu hochwertigem Tofu verarbeitet und regional vermarktet werden. Nach dem gleichen Prinzip arbeitet Wolfgang Wurth von „Farmento“ in Prellenkirchen, der auf seinem Betrieb Natto und Tempeh herstellt. Die gebürtige Taiwanesin Shu Chen Chuang ist eine österreichische Tofu-Pionierin und verarbeitet in ihrem Sojahaus im Südburgenland seit 20 Jahren regional gewachsene Biosojabohnen zu Tofu. Einen vergleichbaren Ansatz verfolgt seit 2017 Mathias Holli von der HOFU Genussmanufaktur in Brunn am Gebirge. ARDO Austria Frost produziert in Groß-Enzersdorf Edamame, die immer beliebtere grüne Form der Sojabohnen, aus Vertragsanbau für europäische Märkte. Der Biohof Bonaterra bietet diese Variante Ende August als Frischware an. Das Handelshaus VOG aus Linz vermarktet Soja-Texturate als neue vegane Basis von Geschnetzeltem und Ragu al la Bolognese für Konsumentinnen und Konsumenten, die auf Fleisch, nicht aber auf Eiweiß verzichten wollen. Die Fa. Reiter aus dem Innviertel hat genau diese Basis für ein neues Soja-Ragu als pflanzliche Alternative im Glas verwendet und stellt einen pflanzlichen Aufstrich her. Die VFI aus Wels, Marktführer bei Speisölen, produziert Sojaöl in Bioqualität her. Der Biohof Müllner aus Wolfau Südburgenland bietet ebenfalls Sojaöl an, auch Bio-Sojabohnen in Kleinpackungen, damit kann man daheim selbst Tofu produzieren. Nugenis aus Wien stellte ein Sojapulver mit hohem Spermidingehalt vor. PhytonIQ aus Oberwart hat sich auf die Produktion von Wasabi aus Österreich spezialisiert.

Fotogalerie

Herzlichen Dank an den Fotografen Franz Weingartner (www.weinfranz.at) und für ergänzende Bilder an Reinhard Haberfellner

Landwirtschaftsminister Norbert Totschnigg mit dem Vorstand Soja aus Österreich