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Gastro-Workshop Nationalpark Partnerbetriebe Osttirol

WS Osttirol Gruppenfoto

Mehr Pflanzliches auf der Speisekarte: Großes Interesse an heimischen Sojaprodukten am Fuß des Großglockners

Das Vorurteil, dass pflanzliche Küche im ländlichen Raum niemanden interessiert, hält sich hartnäckig. In Kals am Großglockner zeigte sich ein anderes Bild: 10 Gastronom:innen der Nationalpark Partnerbetriebe Osttirol kamen zusammen, um neue vegane & vegetarische Gerichte mit heimischen Sojaprodukten kennenzulernen. Der Workshop am 05.05.2026 machte deutlich, was viele Küchen längst spüren: Gerade auch am Land wächst das Interesse an regionalen, pflanzlichen Gerichten, wenn sie gut schmecken und sich stimmig in den Küchenalltag einfügen.

Anhand von knusprigen Schnitzeln aus Frosti-Tofu, Erdäpfelknödeln gefüllt mit würzigem Sojafaschiertem mit Veggy-Bratensoße, Räuchterofu-Pastete oder Sojageschnetzeltes mit Pilzen in Obersoße zeigte sich, wie heimische Sojaprodukte genussvoll und praxisnah ihren Platz auf der Speisekarte finden können.

„Gefragt sind Gerichte, die vertraut schmecken, zur Region passen und im Küchenalltag funktionieren. Heimische Sojaprodukte können genau das.“, sagt Elisabeth Fischer, Köchin, Workshop-Leiterin und Obmann-Stellvertreterin des Vereins Soja aus Österreich

Der Workshop setzt damit ein Zeichen in einer Debatte, die zuletzt oft an Lehrlingszahlen für die vegetarische Kochlehre aufgehängt wurde. Die Praxis zeigt ein differenzierteres Bild: Wo Regionalität, Geschmack und Alltagstauglichkeit zusammenkommen, ist das Interesse an pflanzlichem Essen groß.

Genau darauf setzt auch das Projekt „Soja zum Genießen“. „In Tofu, Tempeh, Texturaten und Miso steckt viel kulinarisches Potenzial“, weiß Ferdinand Bauernhofer, Küchenmeister und Workshop-Leiter. „Wir bringen mit wenig verarbeiteten Sojaprodukten viel Abwechslung auf die Speisekarte. Heimisch vertraute Speisen, wie z.B. gefüllte Knödel neu zubereitet mit Sojafaschiertem schmecken den Gästen – diese Erfahrung machen wir immer wieder und das freut uns!“

„Unsere Gäste wollen Gerichte, die schmecken, zur Region passen und trotzdem etwas Neues auf den Teller bringen. Genau dafür haben wir heute viele gute Ideen mitgenommen.“, ist Regina Köll vom Berggasthaus Goldried überzeugt.

Mit dem Projekt „Soja zum Genießen“ zeigt der Verein Soja aus Österreich, wie viel Genuss, Vielfalt und Zukunft in heimischen Sojaprodukten steckt – vom Feld bis zum Teller. Bisher wurden österreichweit 12 Workshops mit 200 Gastronom:innen und Auszubildenden umgesetzt.

Fotos: Silvia Steiner

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Crostini mit Räuchertofu